Tierisch gute Reiseziele

Ein Zoobesuch startet immer idyllisch: „Heute wird’s entspannt!“ sagen Eltern, die offenbar noch nie mit Kindern unterwegs waren. Kaum durch das Drehkreuz, riechen die Kleinen das Eis auf 300 Meter Entfernung. Die Giraffe? Egal. Der Löwe? Später. Wichtig ist nur: „ICH WILL JETZT SOFORT EIN RIESENEIS!“ Fünf Minuten später tropft Vanille strategisch über Shirt, Hose und vermutlich in ein fremdes Kinderwagenmodell.

Im Streichelzoo eskaliert es dann komplett: Ein Kind möchte die Ziege adoptieren („Sie heißt jetzt Kevin!“), das andere ist überzeugt, dass genau diese Ziege es persönlich beleidigt hat. Währenddessen frisst besagte Ziege die Parkkarte. Die Eltern googeln innerlich schon „Ziegenhaltung im Reihenhaus“.

Vor dem Affengehege merkt man plötzlich: Die Affen wirken erstaunlich vernünftig. Sie schreien weniger, werfen gezielter und wollen kein zweites Eis. Am Ende des Tages sind alle erschöpft – sogar der Löwe wirkt besorgt. Und trotzdem heißt es beim Rausgehen: „Können wir morgen wieder in den Zoo?“ Natürlich. Mit mehr Eis.

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